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Äpfel

Ob rot, ob grün, glatt oder runzelig, mal süss, mal sauer; der Apfel steht immer im Saft und ist voller Kraft.
   
Welche Äpfel sind keine Äpfel? Lösung: Adamsapfel, Augapfel, Gallapfel, Granatapfel, Kienapfel, Pferdeapfel, Reichsapfel, Zankapfel
   
Die Medizin findet im Apfel Vitamine, die Sage Gold, das Märchen Gift. Der Apfel - die irdische Ambivalenz zwischen Himmel und Erde, zwischen Glück und Verhängnis.  
   
Welche Sorten Äpfel haben wir in unserer Anlage angebaut:  
GALMAC

Herkunft:
eidg. Forschungsanstalt Changins, Schweiz, 1996 als Sorte herausgegeben

Eltern: Gala x Jerseymac

Wuchs: mittel bis stark, halb aufgerichtet, mittel garniert, grosse Blätter

Blüte: mittelfrüh

Frucht: mittelgross, grüngelb mit ¾ dunkelroter Deckfarbe. Fruchtfleisch weisslichgelb, fest, saftig

Geschmack: saftig, süss-säuerlich, säuerlich-erfrischend, leicht parfümiert, aromatisch

Reifezeiten: pflückreife Ende Juli bis Anfang August, im Kühllager bis Ende Oktober haltbar

Ertrag: Behangsregulierung notwendig

Anbau- und Marktwert: geschmacklich harmonische Frühsorte mit für die Reifezeit sehr guter Haltbarkeit, eine frühe Apfelsorte für den Herbstmarkt

Resistenzen: mässig schorfanfällig und wenig anfällig auf Mehltau
FUJI KIKU 8 ®

Herkunft:
wurde durch Alois Braun, Südtirol/Italien selektiert und unter Markenschutz gestellt

Eltern: Astmutation von Fuji

Wuchs: mittel bis stark wachsend, robustes Astwerk, das starke Wachstum des Baumes und die Sensibilität zur Alternanz erfordert eine sorgfältige Behandlung der Pflanzen, besonders beim Baumschnitt und bei der Ausdünnung

Blüte: mittel bis spät, sehr fruchtbar. Frosthart Befruchtersorten sind Gala, Golden Delicious, Idared

Frucht: mittel bis grosse Frucht, leuchtend rote Deckfarbe mit markanter Streifung, auch im Schattenbereich gefärbt

Geschmack: knackiges, aromatisches Fruchtfleisch, hoher Zuckergehalt

Reifezeiten: Mitte bis Ende Oktober, sehr gute Färbung, sehr gute Haltbarkeit und gutes Shelf-life, bei der Langzeitlagerung kann die Glasigkeit zu Fleischbräune führen

Ertrag: gut, gute Versorgung und Baumschnitt sind notwendig, sonst kann Alternanz eintreten

Anbau- und Marktwert: Kiku 8 ist keine Clubsorte, aber Produktion und Verteilung des Vermehrungsmaterials werden von Südtirol aus (Kiku GmbH) verwaltet, um als KIKU-Apfel vermarktet zu werden, müssen Mindest-Qualitätsstandards eingehalten werden

MAIRAC (LA FLAMBOYANTE)

Herkunft:
Eidg. Forschungsanstalt Changins, Centre des Fougères, Conthey

Eltern: Gala x Maigold

Wuchs: mittelstark, eher kleine Blätter, gut garniert

Blüte: blüht mittelfrüh, diploid, Befruchter sind Braeburn, Diwa, Elstar, Gala, Golden Delicious, Idared, Pink Lady

Frucht: mittelgross bis gross, kugelig, konisch, regelmässig, Grundfarbe grünlichgelb, orange- bis karminrote Deckfarbe, gelbliches Fruchtfleisch

Geschmack: sehr festes, knackig-saftiges Fruchtfleisch mit ansprechendem, leicht säuerlichem Geschmack

Reifezeiten: Anfang bis Mitte Oktober, rund 10 Tage nach Golden Delicious, gute Lagerfähigkeit bis mind. März

Ertrag: gut und regelmässig

Anbau- und Marktwert: Resistenzen: mittlere Anfälligkeit für Schorf und Mehltau

RUBINETTE ROSSO

Herkunft:
Jochen Hubschneider, Weinstadt (D)

Eltern: Knospenmutation an Rubinette®, Var. 'Rafzubin'

Wuchs: mittelstark, garniert gut, trägt auch am einjährigen Holz. Blatt mittelgross, spitz gezahnt, sattgrün, Wuchshabitus identisch mit Rubinette®, Var. 'Rafzubin‚ ruhiges Verhalten des Baumes, sehr geringe Neigung zu Alternanz, ausdünnen ist nötig

Blüte: Mittelspät, diploid, guter Pollenspender, Befruchter: James Grieve, Primerouge, Arlet, Idared, Maigold, Glockenapfel, Cox Orange, Gala, Golden Delicious, wenig empfindlich gegen Blütenfrost

Frucht: mittelgross, bei guter Ausdünnung grösstenteils 70-75 mm breit und 65-75 mm hoch, kugelig bis leicht konisch, Haut etwas rustikal mit gut sichtbaren Lentizellen, nicht fettig werdend, intensives, flächendeckendes Rot, in wärmerem Klima früher und intensiver färbend als Rubinette®, Var. 'Rafzubin'

Geschmack: gelblich, mittelfest, feinzellig, hervorragendes würzig-fruchtiges Aroma mit einem hohen Zucker und Säuregehalt in einem ausgewogenen Verhältnis

Reifezeiten: je nach Lage gegen Ende September/Anfang Oktober, ab Baum genussreif, Lagerung bei -0,5 °C bis 0 °C bis April ohne Qualitätseinbusse möglich, gutes Shelf-Life nach der Auslagerung, keine Lagerkrankheiten

Ertrag:
Fruchtgrösse nimmt ab 3. Standjahr deutlich zu

Anbau- und Marktwert: Rubinette® und Rubinette®Rosso sind einander geschmacklich ebenbürtig und befinden sich in Geschmackstests immer auf den vordersten Rängen. Bei Direktvermarktern gilt die Sorte als Zugpferd. Wer das feine Aroma einmal kennt, kommt nicht mehr davon weg. Auch bei Kuchen und Desserts zeigt die innere Qualität deutliche Vorzüge. Mit dem Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen liegt Rubinette®Rosso bezüglich des gesundheitlichen Wertes ganz vorne. Konsumenten, die Rubinette®, bzw. Rubinette ®Rosso einmal entdeckt haben, sind durchaus bereit, für die feine Frucht einen entsprechenden Preis zu zahlen

Resistenzen: Schorfbehandlung empfohlen, wenig empfindlich gegen Mehltau

BREABURN HILLWELL

Herkunft:
'Hidala' wurde in Neuseeland als Mutation von Breaburn Standard entdeckt

Eltern: Breaburn

Wuchs: mässig bis mittelstark, sehr dicht mit kurzem Fruchtholz

Blüte: 4 - 6 Tage vor Golden Delicious, diploid, gute Befruchtungseigenschaften

Frucht: mittel bis gross, unregelmässig konisch, fest, knackig und saftig, rot mit einem zu 70 % gelb/grünen Untergrund

Geschmack: aromatisch mit einem guten Zucker-/Säureverhältnis

Reifezeiten: im schweizerischen Mittelland gegen Ende Oktober, sehr lange lagerfähig mit einer starken Neigung zu Schalenbräune

Ertrag: hoch mit geringer Neigung zu Alternanz

Anbau- und Marktwert: Breaburn ist innerhalb von 15 Jahren zu einer Weltsorte aufgestiegen, die hauptsächlich in Neuseeland, Frankreich und auch in Italien angebaut wird. Die Ausfärbung von Breaburn Standard ist oft ungenügend. Die anfangs der 90er-Jahre eingeführte Mutation Hillwell ®, Var. 'Hidala' hat sehr zur weiteren Verbreitung beigetragen. Breaburn Hillwell ® ist mit Klon 6782 zweifellos innerhalb der Breaburn-Linie als Referenzsorte zu bezeichnen

Resistenzen: praktisch keine Berostung

TOPAZ

Herkunft:
Institut für Experimentelle Botanik, Prag, Tschechien 1994

Eltern: 'Rubin' x 'Vanda'

Wuchs: mittelstark, aufrecht bis breitwüchsig, Triebenden büschelartig verzweigt, kurze Internodien; Auslichtung erforderlich

Blüte: früh bis mittelfrüh, mittel frostempfindlich, reichblühend

Frucht: mittel bis gross, flach gebaut, mittel- bis stielbauchig, leicht gerippt mit mittelstarken Höckern an der Kelchgrube, Fruchtstiel kurz bis mittel, Stielgrube mittelstark berostet, Fruchtschale gelb mit 40 bis 70 % mittel- bis dunkelroter, geflammter bis streifiger Deckfarbe, dick, nach Auslagerung rasch fettig werdend, bei Verzehr etwas störend, Fruchtfleisch anfangs fest, später mittelfest, gelb, sehr saftig

Geschmack: feinsäuerlich aromatisch

Reifezeiten: Ende September bis Anfang Oktober, kaum Fruchtfall, Genussreife November bis März, mit fortgeschrittener Reife weicher und fettig werdend, Lagerung im Kühllager bis März, geringe Lagerverluste, CA-Lager bis April/Mai

Ertrag: hoch, regelmässig, früh bis mittelfrüh einsetzend

Anbau- und Marktwert: neue, schorfresistente und lagerfähige Sorte mit geschmacklich guten Früchten, die als Tafeläpfel und für die häusliche Verarbeitung hervorragend geeignet sind

Resistenzen: schorfresistent (Malus floribunda), mittel bis stark anfällig für Obstbaumspinnmilbe und Blattlaus, gering anfällig für Mehltau

DIWA

Herkunft:
Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW (CH)

Eltern: (Idared x Maigold) x Elstar

Wuchs: der Wuchs ist mittelstark, die Fruchtäste leicht hängend, garniert gut, kein Massenträger

Blüte:

Frucht:
Früchte sind von optimaler mittlerer Grösse, attraktiv leuchtend rot gefärbt, festfleischig, saftig

Geschmack: sofortiger Konsum direkt nach der Ernte nicht ideal, die Früchte verbessern sich geschmacklich noch in den Wochen nach der Ernte

Reifezeiten: Ernteterminversuche zeigten, dass Diwa bezüglich Pflückzeitpunkt eine beachtliche Flexibilität aufweist, nicht zuletzt dank der früh einsetzenden Rotfärbung, gut bewährt haben sich die späteren Pflücktermine, kurz vor Golden Delicious

Ertrag: die Erträge liegen etwas unter dem Niveau von Golden Delicious und Gala, sind jedoch regelmässig

Anbau- und Marktwert: Diwa erfüllt die modernen Anforderungen an eine erfolgreiche Sorte, dank geringem Abbau von Festigkeit und Säuregehalt bei der Lagerung kann eine hervorragende Qualität über Monate angeboten werden

Resistenzen: mittlere Anfälligkeit gegen Schorf und Mehltau

PINOVA

Herkunft: Institut für Obstforschung, Dresden-Pillnitz

Eltern: Kreuzung aus: 'Clivia' x 'Golden Delicious'

Wuchs: mittelstark, spindelförmig, Fruchtholz im unteren Kronenbereich vergreisend, geringer Schnittaufwand, weiches Holz, einfache Kronenerziehung zur schlanken Spindel, Fruchtholz regelmässig erneuern. Verlangt gute Anbaulagen

Blüte: mittelfrüh, sehr gering bis gering frostempfindlich, sehr regelmässig hoher bis sehr hoher Blütenbesatz, neigt zum Nachblühen im Juni

Frucht: mittelgross, sollte ausgedünnt werden, mittel bis hoch gebaut, stielbauchig, mit enger Kelchgrube, gering bis mittel gerippt, langer, dünner Stiel; Fruchtschale goldgelb mit 30 bis 70 % leuchtendhellroter, gemaserter oder kurz gestreifter Deckfarbe, glatt oder gering berostet, dick mit mittelgrossen, rostartigen Lentizellen; Fruchtfleisch fest, gelblich, mässig saftig

Geschmack: süss mit schwacher Säure, aromatisch

Reifezeiten: Ende September, etwa mit Golden, sehr windfest, Genussreife: Oktober bis Februar, gekühlt bis März lagerbar, CA-Lager bis Mai, geringe Verluste, nach langer Lagerdauer Gloeosporiumfäule, gutes Shelf-life

Ertrag: sehr hoch, regelmässig, sehr früh einsetzend

Anbau- und Marktwert: sehr ertragssichere, attraktive Sorte für den Intensivanbau mit hohem Marktwert, die Anbaubedeutung der Sorte nimmt stark zu, Förderung seit 2000 in der Ostschweiz, sorgfältige Behangsregulierung (Ausdünnung) ist erforderlich

Resistenzen: mittel anfällig für Schorf, wenig frostanfällig, stärker für Mehltau, gering anfällig für Feuerbrand, Nachblüher können Infektionsquelle für andere Sorten sein

AMBASSY

Herkunft:
Ligonnière, Angers, Frankreich S.N.C. Elaris/Sarl Davodeau-Ambassy Ligonnière, Angers, Frankreich

Eltern: rote Mutation der Sorte Delcorf

Wuchs: mittelstark, mittlere bis gute Verzweigung, Schnittaufwand sehr gering, blüht auch am einjährigen Holz, bei optimaler Ausdünnung praktisch keine Alternanz

Blüte: blüht mittelfrüh, zur Befruchtung eignen sich Golden Delicious, Idared, Primrouge und Summerred

Frucht: gross, rot gestreift bis verwaschen, zylinderförmig, d.h. etwas höher als breit, langer Stil, sehr saftig

Geschmack: ziemlich süss, mit mittelmässiger Säure, vorzüglicher Geschmack

Reifezeiten: Mitte bis Ende August, es ist von Vorteil, die Früchte in zwei bis drei Durchgängen zu ernten, im Kühllager kann er 2 - 3 Monate aufbewahrt werden

Anbau- und Marktwert:
knackig-saftiger, erfrischender Sommerapfel, der den bekannten Gravensteiner in vieler Hinsicht übertrifft

Resistenzen: Ambassy® ist eine sehr robuste Sorte, leicht schorfanfällig.

RUBINOLA

Herkunft: Institut für Experimentelle Botanik, Prag, Tschechien

Eltern:

Wuchs: sehr stark, aufrecht bis breitwüchsig, Fruchtholz sehr lang, stark verkahlend, meist am Ende verzweigt, Spindelerziehung schwierig, Ertrag oft an langen Triebenden

Blüte: mittelfrüh, gering frostempfindlich, mittellang andauernd, Blütenbesatz hoch und regelmässig

Frucht: mittelgross, flach gebaut, mittelbauchig, rissig berostete, weite, flache Stielgrube mit dünnem, langem Stiel; Fruchtschale gelb mit 40 bis 80 % leuchtendkarminroter, gemaserter Deckfarbe, mitteldick, glatt, etwas fettig werdend; Fruchtfleisch gelblich, fest, feinzellig, mässig saftig

Geschmack: süsslich mit schwacher Säure, angenehm aromatisch

Reifezeiten: Mitte September, gut pflückbar, gleichmässige Reife, kein Fruchtfall Genussreife September bis Dezember Lagerhaltung gekühlt bis Februar, neigt zu Fruchtfäule

Ertrag: mittelhoch, regelmässig, mittel bis spät einsetzend

Anbau- und Marktwert: neue, schorfresistente tschechische Sorte, die sich durch gute Fruchtqualität auszeichnet, jedoch die ungünstigen Wuchseigenschaften der Vatersorte besitzt

Resistenzen: schorfresistent (Malus floribunda), sehr gering bis gering anfällig für Mehltau
© 2011 Pomus Schweiz